JIMTOF 2018

Führen und Zentrieren vereint

Führen und Zentrieren vereint

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Um die Formhälften von Formenbauwerkzeugen präzise zu positionieren und zu schliessen, werden Hauptführungs- und Zentriersysteme eingesetzt. Besonders effizient gelingt das jetzt mit den standardisierten Systemführungen Plus von Agathon.
Die Systemführungen von Agathon entsprechen den Normreihen 6701, 7231 und 8005. Sie ermöglichen, mit nur einem Element die Formhälften zu führen und zu zentrieren. Die Wälzführungsbuchse Norm 7231 übernimmt gleichzeitig die Aufgaben der Hauptführungen und der Zentrierungen. Auf zusätzliche Zentriersysteme kann dadurch verzichtet und in Neuwerkzeugen der freigewordene Platz für bis zu 30 Prozent mehr Kavitäten genutzt werden. Das erhöht die Produktivität. Je nach Durchmesser lässt sich eine spielfreie Führungs- und Zentrierlänge von 62 bis 100 mm verwirklichen. So können auch lange, empfindliche Bauteile schonend entformt werden. Die Einbaudimensionen der Systemführung entsprechen den gängigen Abmessungen üblicher Führungen im Werkzeug- und Formenbau. Ein Austausch konventioneller Gleitführungen ist meist ohne Anpassungen möglich. Dies vereinfacht es, bei einem üblichen Unterhalt die bisherigen gegen die innovativen Führungen auszutauschen. Konzipieren Konstrukteure Werkzeuge, können sie bekannten Konstruktionsprinzipien folgen, dabei aber die Zentriersysteme weglassen.

Flexibel einsetzbar


Durch die innovative Befestigung mit der frei positionierbaren Ringbride Norm 8005 können die kombinierten Führungs- und Zentrierelemente in Verbindung mit unterschiedlich dicken Platten genutzt werden. Dies ist speziell beim Instandsetzen von Platten oder beim Ändern von Werkzeugen interessant. Das Wälzbuchsensystem Norm 7231 kann trotz der verwendeten Profilrollen ohne Paaren eingesetzt und mit allen Säulen aus dem umfassenden Programm von Agathon kombiniert werden. So können Konstrukteure frei gestalten und sind sehr flexibel. Die Systemführungssäule 6701 ermöglicht, Abstreifplatten auf der gleichen Säule zu führen. So können die Platten über vorgespannte Führungssysteme geführt werden.
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Standard vereinfacht Formkonstruktion: Die Systemführung Plus führt und zentriert.

Lange Lebensdauer


Die Wälzbuchsen Norm 7231 sind mit hochbelastbaren Rollen ausgestattet. Das ermöglicht deutlich höhere Verfahrgeschwindigkeiten (bis zu 40 m/min). Durch das Abwälzen der Rollen erreichen die Führungen – verglichen mit Gleitführungen – eine fünf bis zwölffach längere Lebensdauer. Über längere Zeiträume arbeiten sie hochgenau und sorgen so dafür, dass Bauteile bei gleichbleibender Qualität produziert werden. Nebst einer immens gesteigerten Planungssicherheit durch deutlich weniger Unterhalt werden die Produktqualität und die Produktivität gesteigert sowie die Kosten substantiell gesenkt. Die Führungsdurchmesser 15, 25, 32 und 40 mm entsprechen den Einbaudurchmessern 30, 42, 54 und 66 mm. Mit den Positionierrillen können die Führungen je nach Führungsdurchmesser in 27 bis 116 mm dicke Platten eingebaut werden. Bei den innovativen Systemführungen Plus von Agathon reichen wenige Standard-Baugrössen aus, um ein grosses Spektrum an Werkzeugen aufbauen zu können. Das vereinfacht und minimiert die Logistik und die Lagerhaltung. Oft sorgen das Wälzbuchsensystem und die Systemführungssäule für ausreichendes Zentrieren. Somit erübrigen sich sogar Zentrierhülsen.

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Kompakt für Multikavitäten-Werkzeuge


Die Mini-Feinzentrierung der Normreihe 7980/1 als kleinste Zentrierung im Programm von Agathon eignet sich hervorragend für Multikavitäten-Werkzeuge. Bei letzteren soll die Arbeitsfläche über eine maximale Anzahl an Kavitäten verfügen, um produktiv und wirtschaftlich zu produzieren. Die MiniFeinzentrierung ist sehr kompakt. So können auf nur 60 x 60 mm Fläche Kavitäten auf den Werkzeugplatten angeordnet werden. Bei Bedarf kann die Feinzentrierung sogar ohne Buchse eingebaut werden.

Der Werkzeugbauer fertigt die Gegenwälzfläche selbst. Konstruktiv abgestimmt können bis 30 Prozent mehr Kavitäten im Werkzeug angeordnet werden. In einem Werkzeug sind mindestens zwei Zentrierungen vorzusehen. Üblich sind vier, allerdings kann auch eine grössere Anzahl eingebaut werden. Die Feinzentrierungen sind dank vorgespannter Wälzkörper spielfrei. Somit zentrieren und führen sie genauer als Gleitführungen. Zudem arbeiten sie verschleissfrei und haben eine wesentlich längere Lebensdauer. Ausreichend ist, wöchentlich oder weniger häufig bei Minimalmengen nachzuschmieren.

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Kompakt: Zum exakten Führen dienen vom Werkzeugbau gefertigte Bohrungen in den Grundplatten als Gegenwälzfläche für die Wälzführungsbuchse.


Aktikel erscheint in der SMM Schweizer MaschinenMarkt und auf maschinenmarkt.ch, den führenden und reichweitenstärksten Fach-Medien (Print und Online) für die Fertigungstechnik und Automation in der Schweiz.
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